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Ratgeber Lymphome

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Lymphome
Diagnose von Lymphomen

Da die Symptome bei Lymphomen bei vielen anderen Erkrankungen auftreten können, ist es oft schwer, die Diagnose von Lymphomen zu stellen. Als sichtbares Anzeichen für Lymphome gelten Lymphknotenschwellungen, oft am Hals und in der Achselgegend. Weitere Symptome, die bei Lymphomen auftreten können, sind unspezifisch wie Leistungsabfall, starke Müdigkeit, Infektionen oder Appetitlosigkeit.

Besteht der Verdacht auf Lymphome, werden die Lymphknoten abgetastet und ggf. Leber und/oder Milz. Danach können mit bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder Computertomografie Organe sichtbar gemacht werden und so von außen nicht erkennbare Lymphknotenschwellungen erkannt werden. Für die Diagnose wird eine Gewebeprobe entnommen und untersucht.

Diagnose von Lymphomen

Erste Anzeichen von malignen Lymphomen sind häufig schmerzlose Lymphknotenschwellungen, oft am Hals oder in der Achselgegend. Doch nicht immer deuten geschwollene Lymphknoten auf eine bösartige Lymphome hin: Auch Infektionen können die Ursache sein. Verdächtig sind Lymphknotenschwellungen vor allem dann, wenn sie länger als zwei Wochen bestehen und zudem hart und schmerzlos sind. In solchen Fällen sollte man sie vom Arzt abklären lassen.

Weiterhin verursachen maligne Lymphome überwiegend unspezifische Symptome wie z. B. Müdigkeit und Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit und Infektanfälligkeit, evtl. auch unklare Druckschmerzen oder Schwellungen. Je nachdem, welche Organe und Gewebe von Lymphomen betroffen sind, können auch Hautveränderungen und Juckreiz, Husten oder Sodbrennen auftreten. Wenn das Knochenmark betroffen ist, kann es zu einer Blutarmut (Anämie) kommen. Da es an spezifischen Erkennungszeichen mangelt, ist die Diagnose maligner Lymphome häufig ein Zufallsbefund bei Untersuchungen aus anderem Anlass.

Unterschiedliche Stadien bei Lymphomen

Bei der Diagnose maligner Lymphome kommt es darauf an, die Erkrankung möglichst genau einzugrenzen, um anschließend die Therapie von Lymphomen auf die jeweils vorliegende Störung abzustimmen. Ein wichtiges Kriterium ist die Ausbreitung der Lymphome im Körper. Je nachdem, in welchem Ausmaß Lymphknoten bzw. Organe befallen sind, werden bei den meisten Lymphomen die Stadien I bis IV unterschieden. Kommen zudem Begleitsymptome wie Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust zu der Ausbreitung von Lymphomen dazu, wird die Angabe des Stadiums mit dem Zusatz B ergänzt (z. B. Stadium II B). Bei Abwesenheit dieser Symptome erhält die Einstufung den Zusatz A. Der Zusatz E (extranodal) wird vergeben, wenn Lymphome über einen Lymphknoten hinaus in andere Organe und Gewebe einwachsen.

Um alle erforderlichen Informationen über die vorliegende Lymphom-Erkrankung zu sammeln, bedarf es einer umfangreichen Diagnose. Diese Diagnose von Lymphomen umfasst neben einem ausführlichen Gespräch über die Beschwerden des Patienten eine gründliche körperliche Untersuchung, bei der der Arzt Lymphknotenschwellungen und eine eventuell vergrößerte Leber oder Milz ertasten kann. Bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchung, Röntgenaufnahme oder Computertomografie sind bei der Diagnose von möglichen Lymphomen hilfreich, um äußerlich nicht sichtbare Lymphknotenschwellungen (z. B. im Brust- oder Bauchraum) oder befallene Organe aufzuspüren.

Die genaue Diagnose von Lymphomen wird anhand einer Gewebeprobe gestellt, die in vielen Fällen einem verdächtigen Lymphknoten entnommen wird. Ist der Lymphknoten leicht zugänglich, so ist ein kleiner Hautschnitt unter örtlicher Betäubung für die Gewebeentnahme ausreichend. Muss jedoch ein Lymphknoten aus dem Körperinneren entnommen werden, bedarf es in der Regel einer kurzen Vollnarkose. Weitere wichtige Hinweise auf die Art der Lymphom-Erkrankung werden aus Blut- und ggf. aus Knochenmarkproben gewonnen.

Fester Bestandteil der modernen Diagnose von Lymphomen sind meist molekularbiologische Tests, mit deren Hilfe genetische Veränderungen in Lymphomzellen untersucht werden.

Andrea Schäffer

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Nach erfolgreicher Therapie von Lymphomen ist die Nachsorge ein wichtiges Thema für die Betroffenen. Es besteht ein großes Risiko für ein erneutes Auftreten (Rezidiv) der Erkrankung. Daher sollten die Nachsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrgenommen werden. Dort können auch eventuell auftretende Spätfolgen der Chemotherapie wie z. B. Herzprobleme, Lungenbeschwerden oder Schilddrüsenprobleme festgestellt werden.

Die meist zur Therapie von Lymphomen eingesetzten Chemotherapie und Strahlentherapie können Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von männlichen und weiblichen Betroffenen haben. Es ist ggf. möglich, vor der Anwendung Sperma oder Eizellen einzufrieren, sollte ein Kinderwunsch bestehen.

Therapie Lymphome

In die Planung der Therapie bei Lymphomen werden die Art der Lymphome, das Stadium der Erkrankung sowie der Gesundheitszustand des Betroffenen miteinbezogen. Liegen aggressive Lymphome vor, wird in der Regel sofort eine Therapie eingeleitet. Diese besteht meist aus einer Chemotherapie. Eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie ist bei Lymphomen auch üblich. Bei einigen Lymphomen kommt eine Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation infrage. Nach einer Chemotherapie werden gesunde Stammzellen transplantiert, damit das blutbildende System weiterarbeiten kann.

Bei langsam wachsenden Lymphomen kann auch eine aktive Überwachung angezeigt sein. In engmaschigen Kontrollen wird der Krankheitsverlauf protokolliert. Bei Bedarf wird eine Therapie eingeleitet.

Mit Lymphomen werden in der Regel bösartige Veränderungen des lymphatischen Systems beschrieben, das u. a. Lymphknoten, Lymphbahnen, Knochenmark, Thymus und Milz sowie weiteres lymphatisches Gewebe umfasst.

Es gibt zwei Hauptkategorien, in die sich alle Lymphome einordnen lassen. Hodgkin-Lymphome und Non-Hodgkin-Lymphome. Die Hodgkin-Lymphome sind in den meisten Fällen gut therapierbar. Das entartete Zellwachstum stammt häufig von B-Lymphozyten ab. Können Lymphome nicht dem Hodgkin-Lymphom zugeordnet werden, werden sie als Non-Hodgkin-Lymphome bezeichnet. Diese sind häufiger als Hodgkin-Lymphome vertreten und sehr unterschiedlich in Krankheitsverlauf und Prognose.